Die Yogafabrik in Bad Meinberg

Yogaweg, Bild: Monika Mergele

Yogaweg, Bild: Monika Mergele

Letzte Woche war ich zum zweiten Mal im Rahmen meiner Ausbildung im laut Eigenwerbung „größten Yogaseminarhaus Europas“. Im Gegensatz zu meinem ersten Besuch wusste ich diesmal schon ganz genau was auf mich zukam, und doch war einiges anders.

Optisch sind die Häuser nur bedingt einladend: Bauten aus den 70er Jahren die groß, klotzig und etwas traurig am Rande von Bad Meinberg stehen. Die Häuser haben eine Kapazität von ca 800 Betten, ein kleines Yogadorf für sich.

Was ich inzwischen unglaublich bewundere ist, wie gut diese Yogafabrik mit den unzähligen Karma-Yogis und Sevaka organisiert ist: Vorbildlich. Klar geht sicher mal das eine oder andere durcheinander aber bei den vielen Seminaren, Kursen und Individualgästen finde ich es wirklich bewundernswert das dann doch das Material und jeder Lehrer zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist.

Mit unserem Zweier-Zimmer war ich super zufrieden: frisch renoviert, von unseren Vorgängern gut überlassen und sogar mit Balkon. Die meisten Kurse fanden im Haupthaus, der sogenannten Chakra-Pyramide, statt. Somit hatte ich auch immer kurze Wege.

Im Speisesaal war es dieses Mal glücklicherweise deutlich ruhiger als bei meinem ersten Besuch, dort hatte ich mich meist in den Raum „Essen im Schweigen“ zurückgezogen weil mir der große Raum viel zu laut und unruhig war. Zum Wochenende wurde es zwar wieder voller, nach fünf Tagen Ashram war ich dann aber schon so entspannt das mich das nicht mehr aus der Bahn geworfen hat.

Sicher fahre ich mal wieder für ein Seminar oder einen Kurs nach Bad Meinberg – aber zuerst werde ich im Januar nochmals für ein Wochenende zurückkehren um meine schriftliche Prüfung abzulegen.


Yogastudio Hamburg

Go with the flow: Damn good Yoga in Hamburg

Yogastudio Hamburg

Eingang von „Damn Good Yoga“

Vergangene Woche habe ich mal wieder meine alte Heimat Hamburg besucht. Natürlich war ich nicht nur zum Freunde treffen dort sondern habe die Gelegenheit auch genutzt mal wieder ein neues Studio kennenzulernen.

Dank der guten Beschreibung auf der Homepage habe ich das versteckt im Hinterhof liegende Studio im Grindelhof schnell gefunden. Nachdem man bis ans Ende des Hinterhofs gelaufen ist muss man noch durch einen Hausflur um in das wiederum dahinter liegende Haus und dann zu „Damn Good Yoga“ zu kommen. Am Eingang wird man von einem tollen roten Schild begrüßt.

Sobald die Schuhe ausgezogen sind steht man auch gleich im Yogaraum wo ich von Nadine zur Flow Stunde begrüßt wurde. Das Studio ist nicht riesig und eher dunkel, an diesem für Hamburger Verhältnisse richtig heißen Augusttag,  war es aber sehr angenehm kühl im Raum. Dieser ist geschmackvoll eingerichtet und von dort geht es in eine Materialecke, zur Umkleide und Toilette. Auch die Umkleide ist super mit Zitaten an der Wand und Betonhockern in die ich mich gleich verliebt hatte.

Nadines Stunde hatte den Schwerpunkt Gleichgewicht, immer wieder forderte sie die Klasse auf im hier und jetzt zu bleiben. Die Stunde war durch diesen Schwerpunkt zwar weniger fließend, aber nicht weniger schweißtreibend. Mir hat die Stunde sehr gut gefallen und richtig gut getan.

damngoodyoga.de
Grindelhof 89, Haus 9 (im Hinterhof)
20146 Hamburg

Hinweis: Ich habe meinen Studiobesuch selbst bezahlt.

 


Auf in den Westerwald – Entspannungstrainer Ausbildung

Yoga Vidya Westerwald: Freiluft Yoga auf der Plattform. Foto: Monika Mergele

Yoga Vidya Westerwald: Freiluft Yoga auf der Plattform. Foto: Monika Mergele

Vergangene Woche habe ich im schönen Westerwald bei Yoga Vidya verbracht. Eine knappe Woche habe ich mich in den verschiedenen Entspannungstechniken weitergebildet und viel gelernt.

Der Tagesablauf war eng durchgetaket, morgends um 7 Uhr ging es los bis abends um 22 Uhr. In den Pausen dazwischen galt es dann noch die Referate und Praxisübungen vorzubereiten.

Die ersten Tage waren leider sehr regnerisch weshalb ich während der ganzen Zeit nie in den Genuss kam bei einer Yogastunde auf der tollen Plattform teilzunehmen und nur einmal ein Foto gemacht habe während wir Alternativprogramm hatten.

Unsere charismatische Ausbildungsleiterin Karuna hatte ein großes Programm mit uns durchzuiehen: Zum einen jede Menge Theorie zur Stressentstehung, Wirkung und Faktoren – aber auch praktische Entspannungsübungen. Besonders hilfreich fand ich unsere Übungsgruppen in denen wir das gelernte gleich praktisch umsetzen und ausprobieren konnten.

Mit vierzehn Personen hatten wir für meinen Geschmack genau die richtige Gruppengröße, ein bunter Haufen mit vielen bereits ausgebildeten Yogalehrerinnen und -lehrern die aus ganz Deutschland und mit den unterschiedlichsten beruflichen Hintergründe zur Fortbildung angereist waren. Dadurch habe ich nicht nur eine Menge gelernt sondern auch spannende Persönlichkeiten kennengelernt.


Vienna calling – Sivananda Yoga in Wien

Schon vor einigen Wochen war ich mal wieder für einen Kurzurlaub in Wien.

Selbstverständlich habe ich auch hier mir ein schönes Studio zum praktizieren gesucht und bin im Sivananda Yoga Vedanta Zentrum in Wien gelandet. Unweit des Schloss Bellevue befindet sich das Zentrum in einem wirklich herrschaftlich anmutenden Altbau in der Nähe einiger Botschaften.
Trotz tropischer Temperaturen von über 30 C war es im Altbau ganz angenehm. Gemeinsam mit zehn anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern habe ich mich durch eine klassische Rishikesh-Reihe mit kleinen Variationen geschwitzt.

Sivananda Yoga Wien - Treppenhaus Sivananda Yoga Wien - Unscheinbarer Eingang Sivananda Yoga Wien - Hinterhaus

sivananda.org/vienna
Prinz Eugen-Straße 18
1040 Wien, Österreich

Hinweis: Ich habe meinen Studiobesuch selbst bezahlt.


Inspirierender Workshop mit Clive Sheridan

Schon wieder eine Woche ist es her dass ich auf Empfehlung eines Kollegen den sehr inspirierenden Yoga Workshop mit Clive Sheridan teilgenommen. Clive praktiziert Hatha yoga seit den 60er Jahren und unterrichtet seit den 70er Jahren. Gemeinsam mit seiner Partnerin Miranda war er drei Tage bei Yoga jetzt in Freiburg zu Gast.

Pranayama is the cherry on the cake.

Tag 1: Vor dem Workshop (Foto: Monika Mergele)

Tag 1: Vor dem Workshop (Foto: Monika Mergele)

An Tag 1 begannen wir mit intensivem Pranayama, das inklusive Meditation zwei Stunden andauerte. Jede der für mich teilweise ungewohnten, da im Sivananda-Yoga eher selten praktizierten, Übungen wurde von Clive ausführlich erklärt und dann für längere Zeit selbstständig ausgeführt.

Ich war an diesem Tag nach einer anstrengenden Arbeitswoche schon vor sechs Uhr aufgestanden und musste zwischendurch sehr mit meiner Müdigkeit kämpfen. Daher freute ich mich nach der ersten Runde um so mehr auf die Asanas.

Abgesehen von den tropischen Temperaturen (über 35 C) wäre es auch bei etwas weniger Wärme ganz schön schweißtreibend geworden. Nach dem Einstieg mit dem Sonnengruß A aus dem Ashtanga Yoga merkte ich konditionell schnell dass ich sonst eine sanftere Praxis verfolge und mir für manche Asanas schlichtweg die Kraft fehlt um diese länger halten zu können.  Die zielgerichteten Korrekturen und  fordenden Assists überforderten mich in dieser ersten Yogastunde etwas so dass ich meine kleine Auszeit in Garbasana nehmen musste.

Nach einer Mittagspausen-Stärkung fühlte ich mich wieder fitter und es ging weiter mit dem Satsang, einem Vortrag über einer Stunde. Clives freier, und doch durch einen guten Spannungsbogen getragener Vortrag war sehr beeindruckend und leicht zu folgen.

Danach ging es weiter mit der zweiten Runde Asanas, kein Kopf und auch mein Körper stellten sich inzwischen schon etwas besser auf dass ein was folgen sollte: Sonnengruß B, Fortgeschrittene Asanas in allen Variationen und ein kleiner Teil mit gegenseitigen Hilfestellungen und Zeit neues auszuprobieren.

Nach einer kleinen Zwischenentspannung, aus dem bei mir versehentlich ein kleines Nickerchen wurde, folgte dann nochmals eine abschließende Runde Pranayama bevor ich müde, zufrieden und voller Vorfreude auf die kommenden Tage nach Hause gefahren bin.

Tag 2: Gespanntes zuhören beim Satsang (Foto: Monika Mergele)

Tag 2: Gespanntes zuhören beim Satsang (Foto: Monika Mergele)

Tag 2 folgte dem gleichen Tages-Rythmus: Beginn um acht Uhr mit Meditation und Pranayama (Atemübungen), Asanas, Mittagspause – danach Satsang (Vortrag) und nochmals Asanas  bevor wir mit einer kleinen Einheit Pranayama  wieder abschlossen.

Trotz wenigem Schlaf hatte ich das Gefühl mein Körper und Geist strotzten vor Energie, ich fühlte mich durch die intensive Praxis als könnte ich Bäume ausreißen.

Am zweiten Tag konnte ich viel besser loslassen und mich auf den Workshop einlassen: Ich freute mich auf jede kleine noch so anstrengende Asana und konnte mir viel Inspiration für die „Fordernde Stunde“ die ich Mittwochs unterrichte holen. Einige Übungen waren mir inzwischen vertraut und ich war somit weniger mit der korrekten Ausführung sondern mehr mit der Entspannung in der Asana beschäftigt.
Muskelkater hatte ich erstaunlicherweise keinen, spürte aber wie jede Asana mich stärker machte.

Tag 3: Clives Partnerin Miranda korrigiert mich bei Pincha Mayurasana. (Foto: Elke Houston)

Tag 3: Clives Partnerin Miranda korrigiert mich bei Pincha Mayurasana. (Foto: Elke Houston)

An Tag 3 hatte war mir der Tagesrythmus bereits so in Fleisch und Blut übergegangen dass ich voller Vorfreude auf die einzelnen Teile es Tages war.

Am Ende des Tages blieb also nur die Frage: Und was mache ich morgen? An diese intensive Praxis hätte ich mich noch ein paar Tage mehr gewöhnen können.

Clives angenehmen Singsang bei den Ansagen hatte ich auch nach den Asanas noch gut im Ohr, seine Ausstrahlung war mindestens so beeindruckend wie seine körperliche Fitness.

Der Satsang war  jeden Tag nicht nur von seinem unglaublichen Erfahrungsschatz geprägt sondern er hielt uns zu Fragen an auf die er humorvoll und gut verständlich antwortete.

Rückblickend würde ich diesen Workshop sofort wieder buchen, so viel Inspiration, Neues, beeindruckendes habe ich mitgenommen.

Bis hoffentlich zum nächsten Jahr werde ich noch den einen oder anderen Workshop besuchen, dieser war jedoch bislang mein absolutes Highlight in meinem bisherigen Yogajahr 2015.


Hallo Berlin! Yoga Studios ausprobiert

Vergangene Woche war ich auf der Republica in Berlin und habe diese Gelegenheit auch gleich genutzt um neue Yogawege auszuprobieren.

Meine Woche begann Montags bei Spirit Yoga in Zehlendorf mit der Morgenstunde bei Nicole. Das Studio war sehr beeindruckend, es ist an alles gedacht. Zuerst betritt man einen großzügigen Empfangsbereich mit kleinem Shop der in ein Aufenthaltsraum übergeht. Hier gibt es Tee und frisches Obst bei dem sich entspannt auf den Beginn der Stunde warten lässt.
Der Unterricht findet in zwei Kursräumen statt, wie alles sind auch diese sehr geschmackvoll eingerichtet, einen Altar sucht man vergebends dafür gibts ein riesiges OM-Zeichen aus Nieten. Allgemein ist das Studio sehr hell, schön und durchgestylt aber auch sehr schick. In meiner alten Sportbuxe kam ich mir eher etwas verloren vor, auch wenn es beim Yoga eigentlich nicht um Äußerlichkeiten geht – hier irgendwie schon.
Die Vinyasa Stunde war anstrengend und entspannend zugleich, die Erklärungen der Lehrerin präzise und nachvollziehbar. Ich  habe einige neue Asanas mit Flow kennengelernt die ich bei nächster Gelegenheit auch mal unterrichten werde.

Am Dienstagabend ging’s dann in Berlin Mitte zu Franziskas Kundalini Yogastunde. Nachdem ich mehrfach am Haus vorbeigerannt bin und daher etwas hektisch wurde weil ich nicht zu spät kommen wollte war ich nur froh als plötzlich eine lächelnde Frau mit Turban vor mir stand und mir den richtigen Weg gewiesen hat.
Die hellen Kellerräume liegen unter einem Cafe und sind eher versteckt. Der Raum war propevoll, Franziska hat sich in den letzten Wochen offensichtlich schon einige Stammgäste gewonnen was ich sehr verstehen kann. Im Raum herrschte eine sehr familiäre und angenehme Atmosphäre, geprägt von der sympathischen und offenen Art der Lehrerin.
Die Stunde hat mich richtig geflasht, ich war mal wieder sehr angetan von der Kundalini-Art zu praktizieren. Für mich war es eine sehr emotionale Stunde nach der ich mich hinterher richtig wohl gefühlt habe. Mein Herz sagt: Gib mir mehr Kundalini-Yoga!

Runde drei gab es dann am Mittwochabend in Steglitz bei Michaela nochmals mit Vinyasa-Yoga. Diese Stunde habe ich gemeinsam mit meiner Freundin besucht bei der ich über die Tage in Berlin gewohnt habe.
Michaela unterrichtet in einer Physio-Praxis in einem kleinen, aber sehr schönen Raum. Schade war lediglich dass sich dieser nur über Oberlichter belüften lässt und mir als bequemer Shivananda-Yogi zwischendurch ganz schön heiß und schweißtreibend wurde. Hinterher gab’s in gemütlicher Runde noch einen Tee.

Mein Highlight war sicherlich die Kundalini Stunde, Vinyasa Yoga mache ich von Zeit zu Zeit mal ganz gerne, merke jedoch immer wieder dass diese doch eher sportliche Variante für mich auf Dauer nicht mein Lieblingsstil ist. Zu sehr habe ich mich inzwischen an die ruhige und spirituelle Praxis gewöhnt.

Hinweis: Ich habe alle meine Besuche selbst bezahlt, dabei war Spirit Yoga mit 19 Euro (Preis für eine Einzelstunde) die teuerste Stunde.