Besiege deine Angst mit Yoga und Atemübungen

Foto: Monika Mergele

Foto: Monika Mergele

Viele Jahre war ich getrieben von meiner Angst. Diese Angst beeinflusste unbewusst meinen Alltag und ließ mich Strategien entwickeln wie ich Dinge umgehen konnte. Als ich das erkannte wurde mir schlagartig bewusst dass ich nicht nur Angst, sondern auch ein großes Problem hatte.

Bis ich mich getraut habe dies wirklich anzugehen vergingen einige Anläufe und Jahre. Die Angst vor der Konfrontation mit der Angst hielt mich immer wieder davon ab mein Thema mit aller Vehemenz anzugehen. Das ging so lange gut bis der Leidensdruck im täglichen Leben immer größer wurde und ich handeln musste. Professionelle Hilfe musste her. Glücklicherweise stieß ich auf eine Psychologin die mit mir nicht den langen Weg der Verhaltenstherapie mit mir gehen wollte sondern vorschlug es mit EFT zu versuchen. Dankbar für jeden Strohhalm willigte ich ein.
Die Therapie zeigte schnell Wirkung, mit der Methode Kopfakupressur kam ganz gut damit zurecht weil ich sie jederzeit, auch in Angstsituationen, selbst anwenden konnte.

Zu dieser Zeit war ich bereits in Kontakt mit Yoga unterstützte unbewusst das Klopfen mit tiefer Yoga-Bauchatmung. Über die Jahre hinweg hat diese die EFT-Anwendung fast vollständig abgelöst. Je vertrauter ich mit Pranayama (Atemübungen) wurde, desto selbstverständlicher setze ich diese auch im Alltag und Situationen in denen ich mich unwohl fühle ein.

Stärke deinen Glauben an dich selbst.
Nichts wird dich ängstigen oder schwächen können.
– Sri Chinmoy

Was kannst du tun?

  1. Erkenne die Situation die dir Angst bereitet
    Manchmal ist der Auslöser oder die Situation nicht klar, die Angst so übermächtig dass du sie nicht lokalisieren kannst. Versuche dir bewusst zu werden wovor und warum du Angst hast.
  2. Übe Pranayama
    Die effektivsten Techniken sind hier die tiefe Yoga-Bauchatmung sowie die Wechselatmung. Beide Techniken kannst du in einem Yoga-Anfängerkurs erlernen. Besonders die tiefe Bauchatmung lässt sich gut praktizieren ohne dass deine Mitmenschen groß darauf Aufmerksam werden. Setze sie ein sobald du beginnst Angst zu verspüren. Beide Atemtechniken helfen dabei emotionales Ungleichgewicht und Ängste in das ruhige Gefühl von Stärke und Kraft umzuwandeln.
  3. Versuche dich in Meditation
    „Einfach an nichts denken“ hört sich leichter an als es ist. Beginne mit einer kleinen Zeiteinheit (zum Beispiel zwei Minuten) und praktiziere diese dafür täglich. Später kannst du den Zeitraum steigern. Verschiedene Anleitungen und Techniken zur Meditation findest du hier.
  4. Sei geduldig
    Die Angst wird nicht von heute auf morgen weg sein, aber stetiges üben und daran arbeiten wird dir helfen.

Viel Erfolg!

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