Inspirierender Workshop mit Clive Sheridan

Schon wieder eine Woche ist es her dass ich auf Empfehlung eines Kollegen den sehr inspirierenden Yoga Workshop mit Clive Sheridan teilgenommen. Clive praktiziert Hatha yoga seit den 60er Jahren und unterrichtet seit den 70er Jahren. Gemeinsam mit seiner Partnerin Miranda war er drei Tage bei Yoga jetzt in Freiburg zu Gast.

Pranayama is the cherry on the cake.

Tag 1: Vor dem Workshop (Foto: Monika Mergele)

Tag 1: Vor dem Workshop (Foto: Monika Mergele)

An Tag 1 begannen wir mit intensivem Pranayama, das inklusive Meditation zwei Stunden andauerte. Jede der für mich teilweise ungewohnten, da im Sivananda-Yoga eher selten praktizierten, Übungen wurde von Clive ausführlich erklärt und dann für längere Zeit selbstständig ausgeführt.

Ich war an diesem Tag nach einer anstrengenden Arbeitswoche schon vor sechs Uhr aufgestanden und musste zwischendurch sehr mit meiner Müdigkeit kämpfen. Daher freute ich mich nach der ersten Runde um so mehr auf die Asanas.

Abgesehen von den tropischen Temperaturen (über 35 C) wäre es auch bei etwas weniger Wärme ganz schön schweißtreibend geworden. Nach dem Einstieg mit dem Sonnengruß A aus dem Ashtanga Yoga merkte ich konditionell schnell dass ich sonst eine sanftere Praxis verfolge und mir für manche Asanas schlichtweg die Kraft fehlt um diese länger halten zu können.  Die zielgerichteten Korrekturen und  fordenden Assists überforderten mich in dieser ersten Yogastunde etwas so dass ich meine kleine Auszeit in Garbasana nehmen musste.

Nach einer Mittagspausen-Stärkung fühlte ich mich wieder fitter und es ging weiter mit dem Satsang, einem Vortrag über einer Stunde. Clives freier, und doch durch einen guten Spannungsbogen getragener Vortrag war sehr beeindruckend und leicht zu folgen.

Danach ging es weiter mit der zweiten Runde Asanas, kein Kopf und auch mein Körper stellten sich inzwischen schon etwas besser auf dass ein was folgen sollte: Sonnengruß B, Fortgeschrittene Asanas in allen Variationen und ein kleiner Teil mit gegenseitigen Hilfestellungen und Zeit neues auszuprobieren.

Nach einer kleinen Zwischenentspannung, aus dem bei mir versehentlich ein kleines Nickerchen wurde, folgte dann nochmals eine abschließende Runde Pranayama bevor ich müde, zufrieden und voller Vorfreude auf die kommenden Tage nach Hause gefahren bin.

Tag 2: Gespanntes zuhören beim Satsang (Foto: Monika Mergele)

Tag 2: Gespanntes zuhören beim Satsang (Foto: Monika Mergele)

Tag 2 folgte dem gleichen Tages-Rythmus: Beginn um acht Uhr mit Meditation und Pranayama (Atemübungen), Asanas, Mittagspause – danach Satsang (Vortrag) und nochmals Asanas  bevor wir mit einer kleinen Einheit Pranayama  wieder abschlossen.

Trotz wenigem Schlaf hatte ich das Gefühl mein Körper und Geist strotzten vor Energie, ich fühlte mich durch die intensive Praxis als könnte ich Bäume ausreißen.

Am zweiten Tag konnte ich viel besser loslassen und mich auf den Workshop einlassen: Ich freute mich auf jede kleine noch so anstrengende Asana und konnte mir viel Inspiration für die „Fordernde Stunde“ die ich Mittwochs unterrichte holen. Einige Übungen waren mir inzwischen vertraut und ich war somit weniger mit der korrekten Ausführung sondern mehr mit der Entspannung in der Asana beschäftigt.
Muskelkater hatte ich erstaunlicherweise keinen, spürte aber wie jede Asana mich stärker machte.

Tag 3: Clives Partnerin Miranda korrigiert mich bei Pincha Mayurasana. (Foto: Elke Houston)

Tag 3: Clives Partnerin Miranda korrigiert mich bei Pincha Mayurasana. (Foto: Elke Houston)

An Tag 3 hatte war mir der Tagesrythmus bereits so in Fleisch und Blut übergegangen dass ich voller Vorfreude auf die einzelnen Teile es Tages war.

Am Ende des Tages blieb also nur die Frage: Und was mache ich morgen? An diese intensive Praxis hätte ich mich noch ein paar Tage mehr gewöhnen können.

Clives angenehmen Singsang bei den Ansagen hatte ich auch nach den Asanas noch gut im Ohr, seine Ausstrahlung war mindestens so beeindruckend wie seine körperliche Fitness.

Der Satsang war  jeden Tag nicht nur von seinem unglaublichen Erfahrungsschatz geprägt sondern er hielt uns zu Fragen an auf die er humorvoll und gut verständlich antwortete.

Rückblickend würde ich diesen Workshop sofort wieder buchen, so viel Inspiration, Neues, beeindruckendes habe ich mitgenommen.

Bis hoffentlich zum nächsten Jahr werde ich noch den einen oder anderen Workshop besuchen, dieser war jedoch bislang mein absolutes Highlight in meinem bisherigen Yogajahr 2015.